Zöliakie

Woran erkennen Sie eine oder ?

Was sind die Symptome für eine ?

Zöliakie (auch einheimische Sprue) ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms. Es liegt eine Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten beziehungsweise dem Bestandteil Gliadin vor.

Bei Gesunden wird die Nahrung im Dünndarm in ihre Bestandteile zerlegt und über die Schleimhaut in den Körper aufgenommen. Eine möglichst große Oberfläche zur Nährstoffaufnahme wird erreicht durch eine große Anzahl von Falten, den so genannten Zotten. Zotten sind winzig kleine Ausstülpungen der Darmwand die Nährstoffe aus dem Darm aufnehmen und schließlich ins Blut transportieren. Bei einer Zöliakie kommt es durch Gluten zu einer Entzündung der Darmschleimhaut. Dadurch bilden sich die Zotten immer weiter zurück und es kommt zu einer Verringerung der Oberfläche des Dünndarms. Nährstoffe können nicht mehr genügend aufgenommen werden und es kommt im Laufe der Erkrankung zu typischen Beschwerden und Mangelversorgung.

Hinweise auf eine Zöliakie können sein:
• Bauchschmerzen, Blähungen oder Völlegefühl
• Übelkeit, Unwohlsein
• häufiger Durchfall, manchmal abwechselnd mit Verstopfung
• bei kleinen Kindern schlechtes Gedeihen
• bei Erwachsenen übermäßiger Gewichtsverlust
• tiefe, dunkle Augenränder
• Mangelerscheinungen durch fehlende Vitalstoff

Reihenuntersuchungen haben gezeigt, dass eine Veränderung der Darmschleimhaut sehr häufig vorliegt. Das Verhältnis liegt bei etwa 1:200. Nur 10 % der Betroffenen zeigen jedoch typische Symptome einer Zöliakie. Die anderen haben untypische oder keine Symptome. Ein Ausbruch der Krankheit kann in jedem Lebensalter erfolgen.

Bei Verdacht auf Zöliakie werden zunächst Antikörper im Blut bestimmt. Es werden Gewebstransglutaminase-IgA und Endomysium-IgA-Antikörper überprüft. Eine endgültige Absicherung einer Verdachtsdiagnose kann allerdings nur durch eine Gewebeprobe aus dem Dünndarm erfolgen (Darmbiopsie). Bei einer Biopsie wird ein dünner Schlauch über die Nase bis in den Dünndarm vorgeschoben. Der Darmschleimhaut wird eine kleine Probe mit einer Zange genommen. Diese wird dann anschließend unter dem Mikroskop auf Auffälligkeiten untersucht. Falls die Darmzotten zurückgebildet sind oder sogar ganz fehlen wird die Diagnose Zöliakie gestellt.

Die klassische Behandlung der Zöliakie besteht in einer glutenfreien Ernährung. Dadurch kann sich die Entzündung zurückbilden und die Darmschleimhaut wird wieder aufgebaut. Doch sobald Nahrungsmittel mit Gluten erneut verwendet werden, kann die Schädigung wiederholt eintreffen. Es wird daher in der klassischen Medizin von einer lebenslangen Unverträglichkeit gesprochen.

Es gibt in der Naturheilkunde immer wieder Berichte über eine erfolgreiche Behandlung der Zöliakie. Besonders erfolgreich scheint eine Behandlungsmethode zu sein, die bei den Symptomen mit einer Allergiebehandlung einsetzt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite www.Bioresonanz-Info.de. Dort wird ausführlich die Vorgehensweise mit der Medizinischen Bioresonanz beschrieben. Auf dieser Seite finden Sie ebenfalls Verzeichnisse von Therapeuten, die mit dieser Methode arbeiten.

Auf jeden Fall ist es wichtig, im Akutstadium die Ernährung grundsätzlich nach glutenfreier Nahrung auszurichten.

Zu meiden sind alle glutenhaltigen Getreide:
• Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern, Dinkel. Auch alle daraus hergestellten Lebensmitteln sind zu ersetzen: Mehl, Grieß, Stärke, Flocken, Paniermehl, Teigwaren, Brot, Brötchen, panierter Fisch, Pizza, Nudeln, Knödel.

Folgende Lebensmittel sind in unverarbeitetem Zustand frei von Gluten:
• Obst, Gemüse, Milch, Naturjogurt, Butter, Pflanzenöle, Fleisch, Fisch, Honig, Nüsse, Hülsenfrüchte, Gewürze und Kräuter.
Als Alternativgetreide können verwendet werden:
• Hirse, Johannisbrotmehl, Soja, Buchweizen.

Bei sehr vielen Produktionsprozessen in der Lebensmittelindustrie werden Rohstoffe eingesetzt, die Gluten enthalten. Daher ist bei allen Fertigwaren grundsätzlich auf die Angaben auf dem Etikett zu achten. Gluten ist heute ein deklarationspflichtiges Produkt.
Gluten kann zum Beispiel versteckt sein in:
• Soßen, Suppen, Fertiggerichten, Pudding, Kartoffelprodukte, Wurst, Eis, Schokolade, Chips, Ketschup, Senf, Gewürzmischungen.
Die häufige Verwendung von Gluten in der Industrie hat ihre Ursache darin, dass Gluten sehr gut emulgiert, geliert, Wasser bindet und ein hervorragender Trägerstoff für Aromen ist.

Babys sollten in den ersten Monaten grundsätzlich glutenfrei ernährt werden, wenn sie nicht – was viel besser ist – voll gestillt werden können. Der junge Darm ist besonders durchlässig für Eiweißstoffe aus der Nahrung, die dann zu Entzündungsreaktion führen können.

Bei einer genetischen Veranlagung oder sonstigen Vorschädigungen und dem Verdacht auf Zöliakie sollte grundsätzlich mit einer erfahrenen Oecotrophologin der Ernährungsplan erarbeitet und abgestimmt werden.

Wir sollten uns nicht mit der Diagnose “unheilbar” zufrieden geben. Bevor das ganze Leben nur daraus besteht glutenfreie Nahrung zu suchen, sollte immer der Weg einer Behandlung mit naturheilkundlichen Ansätzen versucht werden.