Schimmelpilz-Allergie

Ursachen einer Schimmelpilzbelastung und Schimmelpilzallergie

Allergiebelastungen im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter

Bei Heuschnupfen lässt sich in der Regel eine genaue Zuordnung zu bestimmten Monaten feststellen, in denen die entsprechenden pollentragenden Pflanzen blühen. Probleme mit Schimmelpilzen können allerdings das ganze Jahr über auftreten. Auffallend ist hierbei, dass die Belastungen nicht bei schönem und trockenem Wetter, sondern eher bei feuchter Witterung mit Regen oder Nebel verstärkt auftreten.

Wo befinden sich Schimmelpilze?

Es gibt viele tausend Schimmelpilzarten. Von Frühjahr bis Herbst kann es Probleme mit Pilzen und Pilzsporen in der freien Natur geben. Im Winter ist es meistens ein Problem mit Sporen, die von Pilzen in den Räumen der Wohnungen produziert werden. Gibt es in einer Wohnung ein lokales Pilzvorkommen (zum Beispiel an feuchten Mauersteinen) kann es auch innerhalb der geschlossenen Räume ganzjährige Probleme geben. Es ist wichtig, darauf zu achten, wann und auch wo Reaktion auftreten. Da die Pilzsporen eingeatmet werden, kommt es meist zu Atemwegsproblemen wie Husten, laufenden Nasen oder auch Asthma.

Es gibt kaum einen Bereich, in dem sich keine Schimmelpilze und Sporen finden lassen. Sollten sich in einer Wohnung feuchte Stellen befinden, ist unbedingt eine Sanierung einzuleiten. Besonders in schlecht gelüfteten Ecken (hinter Schränken und Sitzmöbeln) können sich Pilze hervorragend vermehren. Es ist immer besser, diese Stellen von einem Fachmann beurteilen und gründlich sanieren zu lassen. Nur in leichten Fällen reicht ein Anstrich mit kalkhaltiger Farbe. Besonders gründlich untersucht werden sollten hierbei auch Schlafstätten von Tieren, Ställe von Kleintieren und Lagerstätten von Tierfutter.

Weitere Quellen für Schimmelpilzbelastungen sind schlecht gereinigte Kühlschränke, schmutzige Abfalleimer und Vorratskammern, Klimaanlagen, Luftbefeuchter und schlecht gelüftete Badezimmer oder WCs. Regelmäßige Reinigung vermindert die Belastungen. Vermeiden können wir die Pilze jedoch nicht. Durch Sanierung der feuchten Stellen oder Meidung von Ställen kann sehr viel zur Vermeidung von Atemproblemen beigetragen werden.

Eine weitere wichtige Quelle sind industriell gefertigte Lebensmittel. Bekannt ist natürlich die Nutzung der Pilze zur Produktion von Käse und ähnlichen Produkten. Sehr häufig werden bestimmte Schimmelpilze allerdings verwendet, ohne dass wir davon wissen und auch ohne, dass sie besonders deklariert werden müssen. Dies finden wir bei der Herstellung von Backwaren, bei der Produktion von Fruchtsäften, bei der Herstellung von alkoholischen Getränken oder auch bei vielen Süßwaren. Es ist nicht möglich, Produkte zu erkennen und zu meiden, bei denen in der Produktion Schimmelpilze verwendet wurden. Ob es dadurch auch zu der immer häufigeren Sensibilisierung und dem Ausbruch von Allergien kommt, ist in der wissenschaftlichen Diskussion natürlich umstritten. Zu groß ist dabei sicher auch der Einfluss der Interessengruppen aus der Lebensmittelwirtschaft.

Pilze und insbesondere die Sporen und die von den Pilzen produzierten Giftstoffe sind meist hitzestabil und werden bei der Zubereitung der Produkte nicht zerstört.

Im Außenbereich sind im Garten und überall in der Natur Schimmelpilze wichtige Helfer bei der Zersetzung von natürlichen Materielien. Alles wird durch Pilze und andere Mikroorganismen wieder recycelt und in den Kreislauf der Natur zurückgeführt. Im Sommer ist daher der Komposthaufen und im Herbst das zerfallende Laub eine ständige Quelle neuer Pilzbelastungen.

Wie wird eine Schimmelpilzbelastung behandelt?

Eine Behandlung von leichten Fällen kann wie eine allgemeine Heuschupfenbehandlung erfolgen. Nur in schwereren Fällen ist ein Therapeut hinzuzuziehen, der dann eine spezifische Schimmelpilzbehandlung vornehmen muss. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um schwere Folgeschäden zu vermeiden.