Laktose-Unverträglichkeit

Laktose Intoleranz-Symptome

Es werden zwei Grundformen einer Laktose Intoleranz unterschieden.

1. Die angeborene (primäre) Laktose Intoleranz.

Hier liegt ein genetischbedingter Mangel des Enzyms Laktase vor. Die Beschwerden entwickeln sich langsam und nehmen im Laufe des Lebens weiter zu. Säuglinge und Kleinkinder werden in der Regel ab dem vierten oder sechsten Monat mit Milch und Milchprodukten zusätzlich ernährt. Schon in dieser Zeit können die ersten Probleme einer angeborenen Laktose Intoleranz auftauchen. Meistens reicht es sich in Erbrechen oder Durchfall nach der Milchmahlzeit. Werden diese Symptome beobachtet sollten die Eltern den Kinderarzt auf jeden Fall auf eine mögliche Laktose Intoleranz ansprechen.

Die Ernährung sollte dann sofort auf Produkte ohne Milchzucker umgestellt werden. Es gibt hierfür eine ganze Reihe von industriell vorgefertigten Produkten im Angebot.

Kleinkinder sollten frühzeitig lernen, welche Lebensmittel sie zu sich nehmen können und wie sie besser nicht zu sich nehmen sollten. Dazu gehören Kuchen, Milchprodukte, Kakao, Joghurt und jede Form von Süßigkeiten, die Milchzucker enthalten können.

Da es gerade in diesen wichtigen Wachstumsphasen wichtig ist, dass der Körper genug Kalzium und Magnesium enthält, ist es ratsam, in Zusammenarbeit mit einer Oecothrophologin ein optimiertes Nahrungsangebot für die Kinder zu erstellen. Auch wenn die Kinder auf Milchprodukte verzichten müssen, ist eine ausgewogene Versorgung mit Kalzium problemlos zu erreichen.

In der Regel wird in der klassischen Behandlung allen Betroffenen empfohlen, unbedingt Laktose freie Lebensmittel zu sich zu nehmen. Aktuelle Forschungsergebnisse und neue Behandlungsmethoden zeigen allerdings, dass auch in diesen Fällen durch eine gezielte Behandlung die Produktion von Laktase im Darm wieder angeregt werden kann.

2. Die erworbene (sekundäre) Laktose Intoleranz.

Diese Form entwickelt sich als Folge anderer Grunderkrankung zum Beispiel durch entzündliche Vorgänge in Bereichen der Darmschleimhaut.

Laktose (Milchzucker) ist ein Zweifachzucker bestehend aus Glukose und Galaktose. Dieser Zweifachzucker wird im Dünndarm durch das Enzym Laktase aufgespalten. Glukose und Galaktose werden dann über die Darmzotten aufgenommen. Fehlt die Laktase gelangt die Laktose in den Dickdarm und wird dort von den vorhandenen Bakterien verstoffwechselt. Dadurch entstehen die Verdauungsstörungen in Form von Blähungen und Durchfall.

Ursache ist hierbei natürlich nicht der Milchzucker, sondern ein schwacher Darm, der keine oder nicht genügend Laktase produzieren kann.

Diese Darmstörungen können hervorgerufen werden zum Beispiel durch

Infektionen

Medikamente (Antibiotika)

falsche Ernährung

Schwermetallbelastung

Schädigung der Bakterienkultur

der Behandlungsansatz ist hierbei drei auch eine Wiederherstellung einer gesunden Darmschleimhaut und einer intakten Bakterienkultur. Der Dünndarm wird dadurch wieder in die Lage versetzt Laktose durch eine ausreichende Produktion von Laktase zu spalten und einen gesunden Stoffwechsel zu gewährleisten.

 

Von einer Laktose-Intoleranz unterschieden werden muss eine . Es handelt sich hierbei um eine völlig andere Krankheit, wobei die auftretenden Symptome gleich oder sehr ähnlich sind. Ob eine Milchallergie kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Daher kann es in der Praxis leicht zu einer Verwechslung beider Erkrankungen kommen.

Eine Milchallergie handelt es sich allerdings um eine klassische Allergie, die mit einer Reaktion des Immunsystems einhergeht. Daher ist sie auch über eine entsprechende Blutuntersuchung eindeutig festzustellen.

Auch eine Allergie gegen das Milcheiweiß (hier handelt es sich nicht um eine Reaktion auf den Milchzucker!) wird verursacht durch einen zu schwachen Darm. Durch eine gestörte Darmschleimhaut wird das Milcheiweiß nicht richtig zerlegt und große Stücke gelangen und Blut. Dadurch entwickeln sich wie bei anderen Allergien die typischen allergischen Reaktion.

Eine gesunde und natürliche Ernährung begleitet von einem Aufbau der Darmschleimhaut und Bakterienkulturen können auch diese Allergie wieder beseitigen.