Glutenunverträglichkeit

Was sind mögliche Symptome und Ersthinwiese auf eine -Intoleranz = ?

Gluten kommt in den Getreidesorten Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer vor. Die alten Weizensorten Kamut, Emmer und Einkorn enthalten ebenfalls Gluten.

Eine Unverträglichkeit oder Intoleranz entwickelt sich allerdings nicht direkt auf das Gluten sondern auf die Unterfraktion Gliadin. Bei einer Gluten-Intoleranz entwickelt sich eine chronische Krankheit des Dünndarms genannt “Zöliakie” oder auch “einheimische ” genannt.

Diese fünf Punkte sollten Sie bei einer Gluten Intoleranz unbedingt beachten!

Erstens
Es ist bei Babys, die neben dem Stillen zugefüttert werden oder komplett auf Ersatznahrung umgestellt werden, auf Verdauungsprobleme zu achten. Die Symptome entwickeln sich erst nach und nach, so dass es nach einigen Wochen oder Monaten mit Auffälligkeiten zu rechnen ist.

Zweitens
Bei Kleinkindern ist auf Entwicklungsstörungen zu achten. Häufig wachsen von Zöliakie betroffene Kinder langsamer und leiden unter Untergewicht. Eine zunehmende Abweichung von der Norm nach unten sollte immer Anlass für eine eingehende Untersuchung durch den Kinderarzt sein.

Drittens
Auffällige Verhaltensänderungen wie zum Beispiel Zurückgezogenheit, Weinerlichkeit, oder häufiger Missmut können ebenfalls ein Hinweis auf eine Gluten Intoleranz sein. Durch die fehlende Aufnahme von wichtigen Nährstoffen im Dünndarm kann es zu diesen psychischen Auffälligkeiten kommen.

Viertens
Häufige Durchfall, Blähungen oder Erbrechen sind immer ein Zeichen für Verdauungsstörung. In Kombination mit den oben genannten Symptomen zu den Ursachen kurzfristig abzuklären.

Fünftens
Entwickelt sich eine Zöliakie erst bei Erwachsenen kann ein übermäßiger Gewichtsverlust ein wichtiger Hinweis sein. Durch Mehrstoffmangel entstehen tiefe, dunkle Augenränder.

Da in sehr vielen Lebensmitteln Weizen oder Weizenbestandteile finden, ist ein direkter Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme nicht festzustellen. Es scheinen dauernde oder sehr häufig wiederkehrende Symptome und Belastung zu sein. Die oben aufgeführten Punkte sind nur Hinweise.

Eine endgültige Sicherung der Diagnose erfolgt durch eine Darmbiopsie. Hierbei wird über einen Schlauch eine kleine Probe der Darmschleimhaut entnommen und mikroskopisch untersucht. Ist die Schleimhaut in einer spezifischen Art und Weise verändert und reduziert, sowie die Diagnose Zöliakie gestellt.