Entstehung von Allergien

Einige Theorien zur Entstehung und zu Ursachen von Allergien

Abwehr gegen Erreger wie Bakterien und Viren ist ein Schutzmechanismus des Körpers. Um sich gegen Schadstoffe zu schützen hat der Körper in den Mastzellen das Histamin, welches solche Fremdstoffe bindet. Wird der Körper übermäßig gereizt, schüttet er zuviel Histamin aus und betrachtet zukünftig diesen Stoff als schädlich. Auf jeden neuen Kontakt reagiert er immer heftiger. Diese Überreaktion nennt man Allergie.

Bei einer akuten Infektion, wie einer Angina, haben sich die Bakterien in den Mandeln so stark vermehrt, dass die Abwehr überfordert ist. Deshalb ist es sinnvoll, die Zahl dieser Bakterien durch die toxische Wirkung eines Antibiotikums so zu reduzieren, dass die körpereigene Abwehr den Rest der Bakterien mit Antikörpern und Fresszellen vernichten kann. Verabreiche ich das Antibiotikum zu lange, vermindert das Immunsystem seine Abwehr und kann unter Umständen den Rest der Infektion nicht ausheilen. Erst dadurch können Resistenzen gegen Antibiotika entstehen und weitere Infektionen sind möglich .

Allergischer Formenkreis

Die Einteilung der Allergien nach Organ-Systemen ist wissenschaftlich durch die Ergebnisse der Behandlung bewiesen und die beste Grundlage für eine Allergie-Anamnese. Dadurch werden Allergietests fast völlig überflüssig und die Komplexität der Allergiekrankheit lässt sich besser erkennen. Die vier Organsysteme sind:

  1. Atmungsorgan
  2. Hautorgan
  3. Neural-Organ
  4. Magen-Darm-Organ

Alle bekannten Allergien sind hier einzuordnen. Somit ist es kein Problem mehr, eine familiäre Allergiebelastung zu erklären, wenn die Mutter an Migräne leidet und das Kind eine Neurodermitis hat. Alle Kombinationen und Variationen sind denkbar. Es wird nicht die Allergie übertragen, sondern eine Allergie-Information!

Mobilitäts-These

Diese These erklärt die Zunahme der Allergien in Abhängigkeit von der Technisierung , durch eine Zunahme der Reize.

Je höher der Mobilitätsgrad einer Bevölkerung ist, um so höher ist der Kontakt mit fremden Keimen. Deshalb arbeitet das Immunsystem auf einer höheren Reaktionsstufe.

Da gleichzeitig das allergische System auf den Mastzellen mitgereizt wird, kommt es auch zu einer höheren Sensibilität des Allergensystems. Ein Beweis dafür ist die Zunahme der Allergien in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung, trotz Abnahme der Umweltbelastung. Je höher der Mobilitätsgrad, umso höher die Allergierate.

Infektions-These der

Die aktuelle Theorie über die Entstehung von Allergien beruft sich auf genetischen Zusammenhänge. Die Infektionsthese erklärt die Zusammenhänge logischer und allgemeingültiger.

Diese These geht davon aus, dass die Eltern an die Kinder eine Information über Allergene weitergeben. Je umfangreicher diese Information ist, um so mehr ist das Kind sensibilisiert. Durch starke Infektionen oder Impfungen wird das Immunsystem mobilisiert und gleichzeitig auch das Allergiesystem aktiviert.

Dadurch kann es auf dem betroffenen Organsystem neben der Infektion auch zur Ausbildung einer Allergie kommen. So könnte in einem einfachen Beispiel aus einem virusbedingten Schnupfen ein Heuschnupfen werden, wenn zeitgleich Pollenflug besteht. Damit kann man das Auftreten von Allergien auf verschiedenen Organsystemen erklären, unabhängig davon, welches Organsystem bei den Eltern betroffen ist.

Woher stammen diese Theorien?

Quelle dieser Theorien sind die jahrelangen Erfahrungen von Dr. Rummel. Er hat viele Jahre Allergiker  in seiner Praxis behandelt und diverse Gesetzmäßigkeiten beobachtet. Aufgrund dieser Beobachtungen sind diese theoretischen Ansätze entstanden. Sehr interessante Theorien, die viele Zusammenhänge erklären können.

In meiner Naturheilpraxis habe ich lange nach seinen Behandlungsbeschreibungen gearbeitet und sehr gute Erfolge erzielt. Inzwischen ist durch Weiterentwicklung der Diagnosemöglichkeiten auch diese Methode weiter optimiert worden.