Auslöser einer Allergie

By admin - Last updated: Dienstag, März 5, 2013 - Save & Share - Leave a Comment

Was sind mögliche Auslöser für eine Allergie?

Wie kann ich erkennen, ob ich unter einer Allergie leide?

Um es kurz zu machen und ganz deutlich zu sagen:

Es gibt keine eindeutige Antwort zu der Frage nach den Auslösern. Es gibt viele Vermutungen und Hinweise, aber niemand vermag zu sagen, warum und wodurch Allergien entstehen und warum wir in den letzten Jahren so eine deutliche Zunahme beobachten können.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Beobachtungen und genauso viele Theorien. Und gerne werden diese Theorien auch genutzt, um andere zu beschimpfen und als unfähig darzustellen. Klassische Mediziner schimpfen über Naturheilkundler und umgekehrt. Ich finde, dass beide Lager damit unrecht haben. Der Patient und die Lösungen sollten im Mittelpunkt der Arbeit stecken und nicht das Diskreditieren anderer Meinungen.

Als Auslöser  diskutiert werden unter anderem:

Luftverschmutzung

Ganz sicher richtig – ganz sicher falsch.

Wir beobachten in Städten mit hoher Luftverschmutzung eine hohe Anzahl an Atemwegserkrankungen. Dennoch war in der DDR die Luftverschmutzung  in einigen Gegenden deutlich höher als im Westen. Trotzdem war die Rate der Allergien viel geringer.

Tabakrauch

Ganz sicher richtig – ganz sicher falsch.

Wir haben etwa 20% RaucherInnen in Deutschland. In dieser Gruppe sieht man auch eine erhöhte Anzahl an Atemwegsproblemen. Ob die allerdings auf Allergien oder als Reaktion auf die vielfältigen Gifte im Tabak zurückzuführen sind, ist nicht klar. Außerdem haben wir sehr viele Nichtraucher mit den gleichen Beschwerden.

Schwermetalle

Ganz sicher richtig – ganz sicher falsch.

Eine wichtige Ursache liegt bei vielen Kindern möglicherweise in den Amalgamfüllungen, die die Mutter noch im Mund hat. Die Schwermetalle im Amalgam sind leider plazentagängig, das heißt, sie gehen durch die Schutzbarriere der Plazenta in das Blut des Fötus über und legen dort den Grundstock für viele mögliche Schädigungen. Eine deutlich erhöhte Allergiebereitschaft ist bei diesen Kindern zu beobachten. Aber wiederum nur bei einem Teil der Kinder.

Wir haben in unserem täglichen Umfeld sehr viele andere Schwermetallquellen wie Trinkwasser, Nahrungsmittel, Kosmetika oder auch Medikamente. Das macht die Ursachenforschung wiederum sehr schwierig und  es prallen besonders auf diesem Gebiet verschiedene Ideologien aufeinander. Schwermetalle schädigen unser Immunsystem – daher sind sie grundsätzlich zu meiden. Jeder Kontakt ist ein Kontakt zu viel.

Infektionen

Ganz sicher richtig – ganz sicher falsch.

Akute Infektionen sind in der Regel kein Problem. Mit den entsprechenden Mitteln der Naturheilkunde (Immunstärkung) und der klassischen Medizin (Antibiotika)  lassen sie sich meist gut in den Griff bekommen.

Die Gefahr besteht immer bei den chronischen Infektionen. Hierzu zählen zum Beispiel alte Virusinfekte mit Herpes Viren oder auch dem Epstein-Barr-Virus.  Diese können das Immunsystem ständig stark überlasten und zu einer  Vielzahl von Folgeschädigungen – unter anderem eben auch Allergien – führen.

Eine richtige und gründliche Ausheilung aller Infekte ist daher fundamental wichtig.

Übermäßige Hygiene

Ganz sicher richtig – ganz sicher falsch.

Die wissenschaftliche Forschung zeigt einen Zusammenhang zwischen übertriebener Hygiene und Zunahme von Allergien. Das Verhindern der Infekte im Kindesalter verhindert gleichzeitig eine Auseinandersetzung des Immunsystems mit den Erregern. Es wird nicht richtig trainiert und  kann dann unter Umständen im falschen Moment überschießend reagieren und eine Allergie entwickeln.

Soweit die Wissenschaft – aber wie immer ist wissenschaftliche Forschung nur eine Zahlenspiel. Wenn 60 % der Teilnehmer so reagieren wird daraus ein statistisch relevantes wissenschaftliches Ergebnis. Es erklärt aber nicht, warum die anderen 40 % nicht so reagieren. Wir Menschen sind nun mal nicht Statistik und nicht in Schablonen einzuordnen.

Industriell gefertigte Lebensmittel, Zusatzstoffe und Hilfsmittel in der Produktion

Ganz sicher richtig – ganz sicher falsch.

In den letzten 30 Jahren haben wir es zugelassen, dass unsere Lebensmittel systematisch mit künstlichen Zusatzstoffen verarbeitet werden. Es gibt viele Beobachtungen, die belegen, dass diese Zusatzstoffe Probleme erzeugen und uns krank machen.

Genetische Vorbelastungen

Gibt es in der Familie vermehrt Fälle von Allergien – egal welcher Art – beobachten wir eine erhöhte Rate an Allergien bei den Kindern. So weit die Beobachtung – aber auch hierbei wieder nur ein Zahlenspiel. Eine erhöhte Rate heißt noch lange nicht 100% und es erklärt nicht die vielen Fälle der Kinder, die keinerlei Beschwerden bekommen – sogar innerhalb einer Familie.

In keinem Bereich der Medizin und der Biologie wird mehr Schindluder betrieben wie mit der Genetik. Der Versuch unser Verhalten oder unsere Erkrankungen auf genetische Ursachen zu reduzieren ist schon vor vielen Jahren als Unsinn belegt worden. Es sind nicht die Gene sondern das Umfeld, die die Reaktionen der Gene bestimmen. Es gibt sogar einen eigenen Zweig, der sich mit diesen Erkenntnissen beschäftige – die Epi-Genetik. Trotzdem werden immer noch Forschungsgelder verschwendet, um zu belegen, dass zum Beispiel Krebs durch Gendefekte ausgelöst wird. Das ist schön für die Wissenschaftler, da sie damit auf Jahre ihre Forschungsgelder gesichert haben und schön für die Industrie, die dann wieder Medikamente entwickeln darf, um diese ach so bösen Gene zu behandeln.

Ein Gendefekt mag vorliegen – doch erst das entsprechende Umfeld – durch zum Beispiel falsches Verhalten – wird den Schalter für eine entsprechende Reaktion umlegen.

Ursachenforschung für Allergien ist sehr schwierig, da ganz sicher verschiedene Faktoren zusammenkommen. Der Versuch eine einfache und singuläre Ursache ausfindig zu machen und sie dann mit der einen richtigen Pille zu behandeln, ist wie immer in der Medizin auch hierbei zum Scheitern verurteilt. Wir müssen mehrere grundsätzliche Änderungen unserer Lebensumstände herbeiführen, um gesünder zu werden und damit auch den Allergien vorzubeugen.

 

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