Allergisches Asthma

Die Symptome des allergischen oder bronchiale (Bronchialasthma)

Das Wort Asthma kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Keuchen oder Atemnot. Es wurde schon vor tausenden von Jahren als Krankheitssymptom beschrieben.

Asthma ist eine anhaltende Entzündung der Atemwege, die zu wiederholten Atemnotanfällen führt. Es besteht eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber verschiedenen Allergenen.

In den letzten 30 Jahren zeigt sich eine ständige Zunahme der Asthmaerkrankungen in der deutschen Bevölkerung. Vor allen Dingen Kinder sind erheblich betroffen. Es wird geschätzt, dass fast 5 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind.

Je nach Schweregrad der Asthmaanfälle gibt es die Einstufung von Schweregrad eins bis Schweregrad vier. Bei Schweregrad vier besteht ein erhöhtes Risiko an Asthma zu sterben. Asthma bronchiale gehört zu den Volkskrankheiten der westlichen Welt mit einem erheblichen Einfluss auf die gesundheitliche und ökonomische Situation in der Bevölkerung.

Die wichtigsten und typischen Asthma-Symptome
– Husten
– pfeifende Atemgeräusche
– Engegefühl im Brustraum mit Atemnot
– Kurzatmigkeit
– mögliche schwere und lebensbedrohliche Atemnotanfälle
Diese Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und auch von Anfall zu Anfall wechseln. Steht hauptsächlich starke anhaltender Husten im Vordergrund spricht man auch von einem Hustenasthma.
Typisch für Asthma ist das anfallsweise auftretenden der Symptome. Dies unterscheidet es von anderen bronchiale Erkrankungen, die meist chronische und kontinuierlich auftretende Symptome vorweisen.
Die Symptome treten nicht nur bei Kontakt mit den jeweils verantwortlichen Allergenen sondern auch spontan am Tage oder besonders in den frühen Morgenstunden auf. Auch psychischer Stress hat einen erheblichen Einfluss auf das Auslösen eines Asthmaanfalls. Oft reicht schon psychischer Stress oder zum Beispiel bei einer Tierhaarallergie die Vorstellung von einem Hund oder einem Pferd, um die entsprechenden Symptome auszulösen.

Ursachen und Auslöser des Asthma bronchiale
Es werden zwei Gruppen von Auslösern definiert.
Zum einen sind es bekannte Allergene wie zum Beispiel Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Nahrungsmittel, Latex, Schimmelpilze, chemische Gifte oder Medikamente.
Die andere Gruppe umfasst nicht allergene Reizstoffe. Dies sind einige Medikamente, Reizstoffe in der Luft, Infektionen der Atemwege, psychische Stressfaktoren und körperliche Anstrengung. Wird das Asthma durch die letztgenannte Gruppe ausgelöst, spricht man von einem nicht allergischen Asthma. Dies macht etwa 5-10 % der Asthmaanfälle aus.

Begleiterscheinungen
Viel Asthmatiker leiden an anderen Allergien zum Beispiel Heuschnupfen , Lebensmittel-Unverträglichkeiten oder Neurodermitis. Oder sie leiden an chronischer Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen.
Daher müssen bei der Behandlung des Asthmas immer die vorliegenden Begleiterkrankungen mit berücksichtigt werden, um überhaupt einen Heilungserfolg erzielen zu können.

Ursachen für Asthma
die Atemwegsverengung und die Symptome von Asthma entstehen durch
– andere allergische Erkrankungen
– Entzündung der Atemwege
– Verkrampfung der Muskulatur in den Atemorganen
– übermäßige Produktion von Schleim in den Atemwegen
– Verstopfung der Atemwege durch den zähen und dicken Schleim

Diagnose von Asthma
In der klassischen Medizin werden vier Bereiche in der Asthmadiagnostik berücksichtigt. Zunächst einmal gibt es das Gespräch mit dem Patienten über Beschwerden und seine Krankheitsgeschichte. Dies ist die so genannte Anamnese. Es folgt der Nachweis von allergischen Reaktionen, die so genannte Allergiediagnostik. Danach werden die Atemwegsorgane auf Verengungen untersucht. Schließlich folgt eine Testung ob eine bronchiale Überempfindlichkeit vorliegt. Dies geschieht durch eine unspezifische Provokation mit unterschiedlichen Medikamenten. Meist ergibt sich daraus die Diagnose, ob Asthma vorliegt oder nicht. Es muss wie immer in der Diagnostik untersucht werden, ob auch andere Atemwegserkrankungen vorliegen. Gleichzeitig sind natürlich auch andere belastende Verhaltensweisen wie zum Beispiel Rauchen zu untersuchen.

Therapie von Asthma bronchiale
Asthma muss grundsätzlich dann behandelt werden, wenn es chronisch wird, d.h. die Asthmaanfälle zunehmend häufiger auftreten. Auch wenn der Schlaf durch Atemnot oder Hustenanfälle gestört wird, ist es angebracht, Asthma therapeutisch zu begleiten. Leichtere Form von Asthma lassen sich gut in den Griff bekommen. Hierzu gehört zunächst einmal die Vermeidung des Kontaktes mit Allergenen. Darüber hinaus gibt es die medikamentöse Behandlung, um die Akutsymptome zu lindern. Schließlich wird versucht durch eine ursächliche Behandlung die wirklichen Ursachen der Asthmaanfälle zu beseitigen.

Medikamente
Bedarfsmedikamente wie zum Beispiel das Notfallspray werden nur dann eingesetzt, wenn der Asthmaanfall wirklich ausgelöst wird. Dieses Notfallspray wird vom Patienten ständig mitgetragen, um bei einem Anfall zur Verfügung zu stehen.
Dauermedikamente müssen genommen werden, um Entzündungen im Atemwegsbereich oder Obstruktion der Atemwege zu behandeln.
In der klassischen Medizin kann unter Umständen auch eine Hyposensibilisierung versucht werden. Dies ist allerdings von den grundlegenden ursächlichen Erkrankungen abhängig. Eine Hyposensibilisierung ist in der Regel nur bei Pollen, Milben, oder Insektenstichallergie angezeigt. Die Behandlung erstreckt sich über 3-4 Jahre.

Asthma in der Schwangerschaft
Etwa ein Prozent der Schwangeren leiden an Asthma. Sehr häufig ist während einer Schwangerschaft eine Verschlechterung der Erkrankung festzustellen. Wegen der Gefahr für die Mutter ist eine Asthmabehandlung während der Schwangerschaft und Stillzeit unbedingt weiter zuführen. Hierbei muss es allerdings in Absprache mit dem behandelnden Lungenfacharzt unter Umständen zu einer Anpassung der Medikation kommen. Bei einer Allergie macht es immer Sinn, schon bei der Planung einer Schwangerschaft mit dem behandelnden Arzt und einem Heilpraktiker über eine Therapie vor Beginn der Schwangerschaft zu sprechen, um Belastungen für das Kind zu vermeiden.

Naturheilkundliche Behandlung von Asthma bronchiale
Akute Anfälle und schweres Asthma müssen immer mit klassischen Medikamenten behandelt werden. Hierfür ist eine Betreuung durch den Lungenfacharzt sehr wichtig.
Bei leichteren und chronischen Asthmasymptomen zeigt eine naturheilkundliche Allergiebehandlung und eine Stärkung des Immunsystems zur Reduktion der Infektionen im Körper sehr gute Erfolge. Wichtig ist hierbei – wenn möglich – eine Abstimmung mit dem Lungenfacharzt vorzunehmen, um akute Probleme zu vermeiden.